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Kongress Forschungsnetzwerke „Psychische Erkrankungen“ - Stand und Perspektiven

International anerkannte und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsnetzwerke und -verbände stellen heute und morgen in Berlin aktuelle Entwicklungen in der Erforschung psychischer Erkrankungen vor. Im Fokus stehen präventive, diagnostische und therapeutische Ansätze, von welchen Menschen mit den unterschiedlichsten Krankheitsbildern profitieren können. Veranstalter des Kongresses ist die Aktion Psychisch Kranke (APK) in Kooperation mit der DGPPN und der DGKJP.

Renommierte Wissenschaftler aus ganz Deutschland präsentieren heute im Rahmen des Kongresses „Forschungsnetzwerke ‚Psychische Erkrankungen‘ - Stand und Per-spektiven“ aktuelle Forschungsergebnisse. „Psychische Erkrankungen sind oft mit einem hohen persönlichen Leid für die Betroffenen und ihre Angehörigen verbunden. Darüber hinaus haben sie auch eine große gesellschaftliche Relevanz. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stärkt diesen wichtigen Forschungsbereich deshalb seit vielen Jahren mit erheblichen Fördermitteln“, sagt Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, die die zweitägige Veranstaltung gemeinsam mit MdB Peter Weiß eröffnen wird.

„Die rasche Entwicklung neuer Forschungsmethoden hat das Wissen über psychische Krankheiten in den vergangenen Jahren enorm bereichert. Daraus eröffnen sich zukunftsweisende Perspektiven für die Behandlung psychisch erkrankter Menschen. Dies zeigt, dass ein breites und sozial geprägtes Gebiet wie die Psychiatrie und Psychotherapie eine differenzierte und vernetzte Forschungslandschaft braucht, wie sie das BMBF und andere Förderinstitutionen in Deutschland erfolgreich aufgebaut haben. Um den aktuellen Herausforderungen in der Versorgung gerecht zu werden, gilt es nun diese Forschungslandschaft in ihrer Flexibilität zu erhalten und zu erweitern“, erklärt Prof. Dr. Dr. Andreas Heinz, Stellv. Vorsitzender der APK und Vorstandsmitglied der DGPPN.

Die Forschungszentren und -verbünde in Deutschland decken mit ihren Aktivitäten ein breites Spektrum an Krankheitsbildern ab - Depressionen, Bipolare Störungen und Schizophrenie ebenso wie Abhängigkeitserkrankungen, Essstörungen, ADHS oder Autismus-Spektrum-Störungen. „Wichtig ist, die Spezifika des Entwicklungsalters auch in Zukunft besonders zu berücksichtigen. Der Blick auf die Kinder- und Jugendgesundheit zeigt, dass psychische Erkrankungen epidemiologisch zu den zentralen Herausforderungen gehören. Deshalb sind universitäre Zentren der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie als Netzwerkknotenpunkte mit Verknüpfungen in Richtung Erwachsenenpsychiatrie sowie andere Bereiche - etwa Public Health - ein unverzichtbarer Strukturbestandteil einer differenzierten Forschungslandschaft“, stellt Prof. Dr. Jörg M. Fegert,  Stellv. Präsident der DGKJP, fest.

Der Kongress befasst sich unter anderem mit Fragen wie: „Welche neuen präventiven, diagnostischen und therapeutischen Ansätze zeichnen sich in der Forschung ab? Wie lassen sich die neuen Erkenntnisse in die Praxis übertragen? Welche Anforderungen sind an die zukünftige Entwicklung der Forschungsorganisation im Kontext von psychischen Erkrankungen in Deutschland zu knüpfen?“

Die Veranstaltung steht am ersten Tag ganz im Zeichen der Forschungsverbünde. Zehn Vereinigungen, die sich jeweils einem bestimmten Teilgebiet der psychiatrischen Forschung widmen, stellen ihre Arbeit in einzelnen Vorträgen dem Plenum vor. Zudem diskutieren führende Psychiatrie-Experten und gesundheitspolitische Vertreter die Perspektiven der Forschungsorganisation in Deutschland.

Tag zwei des Kongresses hat einen internationalen Fokus. Geladen sind neben deutschen Koryphäen auf dem Gebiet der Psychiatrie und Psychotherapie auch amerikanische Experten wie Dr. John Krystal von der Yale University School of Medicine Yale sowie Bruce Newell Cuthbert, Leiter des National Institute of Mental Heath in Maryland. Dr. John Krystal referiert zum Thema „Computational Neuroscience“, während Newell Cuthbert einen Vortrag zum Thema „Dimensional Psychiatry“ hält.

Die Konferenz schließt mit drei Schwerpunktforen, jeweils moderiert von deutschen Psychiatriegrößen. Im Mittelpunkt stehen übergeordnete forschungsbezogene Fragen wie „Was erbringt  die Forschungsförderung?“.

 

Zum Kongress: www.apk-ev.de/veranstaltungen/forschungskongress-2016/