DGKJP Virtuell
Die DGKJP bietet mit „DGKJP Virtuell“ eine online-basierte Fort- und Weiterbildungsveranstaltungsreihe an, in der aktuelle Informationen zu häufigen Krankheitsbildern sowie wichtigen Gesetzen vermittelt werden.
Sie haben die Gelegenheit, den Vorträgen von Expert:innen aus der KJPP zu folgen und mit ihnen online zu diskutieren. Die DGKJP möchte damit wissenschaftliche Fortbildungsveranstaltungen auf hohem Niveau einem breiten Publikum zugänglich machen und aktuelle Angebote der Fort- und Weiterbildung für die Mitglieder verfügbar machen.
Sie sind herzlich eingeladen, an der Fort- und Weiterbildungsreihe „DGKJP Virtuell“ teilzunehmen und mit unseren Expert:innen zu diskutieren. Die Teilnahme ist kostenfrei und richtet sich an Mitglieder sowie alle am Fachgebiet Interessierten. Die Veranstaltungsreihe wird von der Ärztekammer CME-zertifiziert.
Über den unten stehenden Button gelangen Sie zur aktuellen Veranstaltung. Für diese können Sie sich am Veranstaltungstag ab 15:45 Uhr über den Button anmelden.
Aktuelle Online-Veranstaltung
Mittwoch, 02.09.2026 | 16:00 - 17:30 Uhr
Prof. Dr. Inge Kamp-Becker | Pathological Demand Avoidance
Prof. Dr. Inge Kamp-Becker ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum Heidelberg und beschäftigt sich seit über 25 Jahren sowohl in wissenschaftlicher, als auch klinischer Sicht mit der Thematik Autismus-Spektrum-Störungen. Sie hat lange Jahre eine Spezialambulanz für Autismus-Spektrum-Störungen geleitet und mehrere multizentrische Forschungsprojekte koordiniert. Sie beschäftigt sich insbesondere mit diagnostischen, differentialdiagnostischen und therapeutischen Aspekten des Störungsbildes Autismus. Sie ist Mitglied der Steuergruppe der AWMF- S3- Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der Autismus-Spektrum-Störungen, Vorstandsmitglied der wissenschaftlichen Gesellschaft für Autismus und im wissenschaftlichen Beirat von „autismus Deutschland“.
Pathological Demand Avoidance (PDA) beschreibt ein Symptom- oder Verhaltensprofil, das insbesondere durch eine extreme Vermeidung/Verweigerung von alltäglichen Anforderungen gekennzeichnet ist. In den letzten Jahren hat das Konstrukt in den sozialen Medien und unter Eltern sehr an Bedeutung gewonnen. Zunehmend werden daher Fachpersonen mit der Frage oder Annahme konfrontiert, dass bei einem Kind/Jugendlichen PDA vorliegen könnte/würde.
In diesem Vortrag werden das Konstrukt PDA, die medialen Darstellungen, Annahmen und Implikationen vorgestellt. Den Schwerpunkt bilden die Darstellung und kritische Diskussion der empirischen Evidenz der dem Konstrukt zugrundeliegenden Annahmen und Implikationen. Es wird somit ein Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs und die Herausforderungen in der diagnostischen Einordnung gegeben. Es zeigt sich, dass die Vermittlung eines umfassenden, für Eltern verständlichen und akzeptablen Störungsmodells im kinder- und jugendpsychiatrischen Kontext eine anspruchsvolle Aufgabe ist.
Kommende Online-Veranstaltungen
Mittwoch, 30.09.2026 | 16:00 - 17:30 Uhr
PD Dr. med. Stefanie Fekete | Evidenzbasierte und sichere Psychopharmakotherapie bei Kindern und Jugendlichen – von der Pharmakovigilanz zur Präzisionsmedizin
Mittwoch, 18.11.2026 | 16:00 - 17:30 Uhr
Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann | Titel folgt
Vergangene DGKJP Virtuell Veranstaltungen
- Autismus Weiterdenken: Konzepte und Verläufe von Autismus-Spektrum Störungen
- ICD-11: Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter – Diagnostik und Behandlung
- ICD-11: Früherkennung und Frühintervention von Persönlichkeitsstörungen im Kindes- und Jugendalter
- Update Störungen des Sozialverhaltens: Von der Forschung zur Praxis
- ICD-11: Stress und Trauma bei Kindern und Jugendlichen – Diagnostik und Intervention
- Einführung in ICD-11: Änderungen gegenüber ICD-10 und ihre klinische Relevanz
- Suizidales Verhalten im Jugendalter
- Von Jaspers zur modernen Psychopathologie
- Dissoziative Störungen und Konversionsstörungen
- E-Health bei Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen
- Nutzen und Risiken von Antipsychotika bei Kindern und Jugendlichen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen
- Tic-Störungen inklusive Tourette-Syndrom – State of the Art in Diagnostik und Behandlung
- Gefangen in virtuellen Welten: Internetbezogene Störungen bei Kindern und Jugendlichen
- Von „shoulder to shoulder“ anstatt von „head to head“: Innovative Behandlungsstrategien bei Patienten und Patientinnen mit Anorexia nervosa und deren Eltern
- Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter: Aktuelle Paradigmenwechsel, ethische Maßgaben und Behandlungsempfehlungen
- Die Aufhebung der hormonellen Anpassung an den Hungerzustand als zentrales Ziel der Therapie der Anorexia nervosa?
- Aktuelle Aspekte zur Diagnostik, Ursachen, Prävention und Behandlung der Lese- und/oder Rechtschreibstörung
- Freiheitsentziehende Maßnahmen in der KJP: Rechtliche Grundlagen, Prävention und Anwendung
- Depressionsbehandlung heute: Atbewährtes und innovative Ansätze
- Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen – ein Update
- Schutzkonzepte in Kliniken
- SGB VIII
- Substanzbezogene Störungen bei Kindern und Jugendlichen
- Aktuelle Behandlungsaspekte bei der adoleszenten und kindlichen Anorexia nervosa
- Bundesteilhabegesetz (BTHG)