DGKJP virtuell
Die DGKJP bietet mit DGKJP Virtuell eine online-basierte Fort- und Weiterbildungsveranstaltungsreihe an, in der aktuelle Informationen zu häufigen Krankheitsbildern sowie wichtigen Gesetzen vermittelt werden.
Sie haben die Gelegenheit, den Vorträgen von Expert:innen aus der KJPP zu folgen und mit ihnen online zu diskutieren. Die DGKJP möchte damit wissenschaftliche Fortbildungsveranstaltungen auf hohem Niveau einem breiten Publikum zugänglich machen und aktuelle Angebote der Fort- und Weiterbildung für die Mitglieder verfügbar machen.
Sie sind herzlich eingeladen, an der Fort- und Weiterbildungsreihe „DGKJP virtuell“ teilzunehmen und mit unseren Expert:innen zu diskutieren. Die Teilnahme ist kostenfrei und richtet sich an Mitglieder sowie alle am Fachgebiet Interessierten. Die Veranstaltungsreihe wird von der Ärztekammer CME-zertifiziert.
Der Streaming-Link zur Veranstaltung wird 15 Minuten vor Beginn freigeschaltet und ist dann über den Button "Zum Live-Stream" abrufbar. Eine vorherige Registrierung ist nicht notwendig.
Kommende Online-Veranstaltungen
Mittwoch, 25.02.2026 | 16:00 - 17:30 Uhr
Prof. Dr. Eva Möhler | Kinderschutz in der KJPP und das Childhood-Haus
Prof. Dr. med. Eva Möhler ist Lehrstuhlinhaberin für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum des Saarlandes. Sie ist zugleich Chefärztin der SHG Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Saarland. Zuvor war sie stellvertretende ärztliche Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Heidelberg. 2008 erhielt sie die Venia Legendi der medizinischen Fakultät Heidelberg. Ein Schwerpunkt ihres wissenschaftlichen und klinischen Interesses liegt auf Stress und Trauma im Kontext von Misshandlung und Flucht.
Im Jahr 2009 gründete sie die Eltern-Kleinkind-Ambulanz, im Jahr 2011 erfolgte die interdisziplinäre Eröffnung einer transitionspsychiatrischen Adoleszentenstation und im Jahr 2012 einer Mutter Kind Station in Saarbrücken. 2015 erfolge die Eröffnung eines temporären Clearinghauses und 2016 die eines temporären Vorclearinghauses für unbegleitete minderjährige Geflüchtete, 2024 die Eröffnung eines interdisziplinären Childhood-Hauses am Universitätsklinikum des Saarlandes.
Kinder in institutioneller Betreuung befinden sich in Abhängigkeitspositionen, die die Gefahr von Machtmissbrauch oder anderen Missbrauchsformen beinhaltet. Daher sind Kinderschutzkonzepte gesetzlich vorgeschrieben, unabhängig ob in Krankenhäusern, Schulen, Kindertagesstätten oder der Jugendhilfe. Am Universitätsklinikum des Saarlandes entwickelte das Team der KJP ein solches Konzept, das neben dem Einbezug des Kinderschutzbeauftragten Aspekte wie Risikoanalyse und Beschwerdemanagement beinhaltet und multiple Instrumente, um die Partizipation der Kinder und Jugendlichen im Stationsalltag zu gewährleisten. Einzelne Elemente, praktische Erfahrungen und Herausforderungen bei der Implementierung sind Gegenstand dieses Vortrages, ebenso wie das Konzept und die praktische Umsetzung einer ganz besonderen Kinderschutzstruktur, dem sogenannten Childhood-Haus Saarland.
Childhood-Häuser sind interdisziplinäre Einrichtungen für Kinder nach Gewalterfahrungen. Hier arbeiten Ärztinnen und Ärzte für Kinderheilkunde, Rechtsmedizin und Kinderpsychiatrie zusammen mit Sozialarbeitern, Psychologen, Polizei und Justiz um Verdachtsfälle von körperlicher, sexueller oder medizinischer Misshandlung traumasensibel und nach aktuellsten Standards aufzuarbeiten. Dies soll dem Kind multiple Anlaufstellen und nach Möglichkeit auch Sekundärtraumatisierungen durch die medizinischen und juristischen Erfordernisse ersparen.
Vergangene DGKJP Virtuell Veranstaltungen
- Autismus Weiterdenken: Konzepte und Verläufe von Autismus-Spektrum Störungen
- ICD-11: Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter – Diagnostik und Behandlung
- ICD-11: Früherkennung und Frühintervention von Persönlichkeitsstörungen im Kindes- und Jugendalter
- Update Störungen des Sozialverhaltens: Von der Forschung zur Praxis
- ICD-11: Stress und Trauma bei Kindern und Jugendlichen – Diagnostik und Intervention
- Einführung in ICD-11: Änderungen gegenüber ICD-10 und ihre klinische Relevanz
- Suizidales Verhalten im Jugendalter
- Von Jaspers zur modernen Psychopathologie
- Dissoziative Störungen und Konversionsstörungen
- E-Health bei Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen
- Nutzen und Risiken von Antipsychotika bei Kindern und Jugendlichen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen
- Tic-Störungen inklusive Tourette-Syndrom – State of the Art in Diagnostik und Behandlung
- Gefangen in virtuellen Welten: Internetbezogene Störungen bei Kindern und Jugendlichen
- Von „shoulder to shoulder“ anstatt von „head to head“: Innovative Behandlungsstrategien bei Patienten und Patientinnen mit Anorexia nervosa und deren Eltern
- Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter: Aktuelle Paradigmenwechsel, ethische Maßgaben und Behandlungsempfehlungen
- Die Aufhebung der hormonellen Anpassung an den Hungerzustand als zentrales Ziel der Therapie der Anorexia nervosa?
- Aktuelle Aspekte zur Diagnostik, Ursachen, Prävention und Behandlung der Lese- und/oder Rechtschreibstörung
- Freiheitsentziehende Maßnahmen in der KJP: Rechtliche Grundlagen, Prävention und Anwendung
- Depressionsbehandlung heute: Atbewährtes und innovative Ansätze
- Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen – ein Update
- Schutzkonzepte in Kliniken
- SGB VIII
- Substanzbezogene Störungen bei Kindern und Jugendlichen
- Aktuelle Behandlungsaspekte bei der adoleszenten und kindlichen Anorexia nervosa
- Bundesteilhabegesetz (BTHG)