Pressemitteilungen

Nachrichtendienstreform: Fachgesellschaften warnen vor Eingriffen in das Patientengeheimnis
Der Kabinettsentwurf zur Reform des Nachrichtendienstrechts verletzt aus Sicht der drei großen psychiatrisch-psychotherapeutischen Fachgesellschaften Deutschlands den Schutz des Patientengeheimnisses. Er gefährdet das Vertrauen zwischen Behandelnden und Betroffenen und wird dadurch die Behandlungsbereitschaft von Menschen mit psychischen Erkrankungen beeinträchtigen. In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern die Fachgesellschaften Korrekturen des Gesetzentwurfs.
„Das Vertrauensverhältnis zwischen Behandelnden und Patientinnen und Patienten ist die Grundlage einer jeden erfolgreichen psychiatrischen...

Kinder- und Jugendschutz jetzt umsetzen: Für ein psychisch gesundes Aufwachsen in der digitalisierten Welt
Stellungnahme der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft und Verbänden der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
56 Handlungsempfehlungen der von Bundesfamilienministerin Prien eingesetzten Unabhängigen Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ und der Bericht „Child safety online“ des Special Panel der Europäischen Kommission liegen auf dem Tisch. Die wissenschaftliche Fachgesellschaft und Verbände der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie fordern die Politik auf, diese Empfehlungen schnellstmöglich umzusetzen....

Schutz, Befähigung und Teilhabe für Kinder und Jugendliche in der digitalen Welt sind essentiell für ihre psychische Gesundheit
Wissenschaftliche Fachgesellschaft und Verbände der Kinder- und Jugendpsychiatrie unterstützen Handlungsempfehlungen der Expertenkommission
Die Expertenkommission der Bundesregierung „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ hat der Bundesfamilienministerin 56 Handlungsempfehlungen überreicht. Ziel ist, einen Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen Kinder und Jugendliche Medien sicher, alters- und entwicklungsangemessen für sich nutzen können. Dafür benennt die Kommission Akteure und zeigt Ansatzpunkte auf.
„Für junge Menschen ist Digitalität Lebensrealität. Daher muss die Regulierungsdebatte...

Fachgesellschaften DGPPN, DGKJP und DGN kritisieren: BMG-Sparmaßnahmen treffen Menschen mit psychischen Erkrankungen stärker
Die Fachgesellschaften sind sich einig: Nur langfristig wirksame Strukturreformen werden zu einer nachhaltigen Konsolidierung der Finanzen der Gesetzlichen Krankenkassen führen. Die nun vom Kabinett beschlossenen Maßnahmen tragen zwar zu einer – kurzfristigen – Konsolidierung bei, die dadurch entstehenden Belastungen sind jedoch nicht ausgewogen verteilt. Vor allem die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen wird durch die Sparmaßnahmen aktuell und künftig übermäßig gefährdet, so die Einschätzung der Fachgesellschaften.
Die wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften...

Preisverleihungen beim DGKJP Kongress
Die DGKJP zeichnet exzellente Nachwuchswissenschafter:innen, wissenschaftliche Forschung im Bereich der Entwicklungsstörung der Intelligenz und zwei innovative Lehrprojekte aus.
Der mit 10.000 Euro dotierte Hermann-Emminghaus-Preis wird in diesem Jahr an PD Dr. med. Stefanie Fekete von der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg für ihre Forschung zu „Psychopharmakotherapie bei Kindern und Jugendlichen – von der Pharmakovigilanz zur Präzisionsmedizin“ und Dr. Linda Frintrop vom Institut für Anatomie,...

Experte im Kinderschutz ausgezeichnet - Prof. Dr. Jörg Fegert erhält Deutschen Kinderschutzpreis und Ehrenmedaille der DGKJP
Auf dem wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) wurde Prof. Dr. med. Jörg M. Fegert heute mit dem Deutschen Kinderschutzpreis sowie der Ehrenmedaille der Fachgesellschaft gewürdigt. Mit dieser doppelten Ehrung wird ein Wissenschaftler und Kliniker ausgezeichnet, der den Kinderschutz in Deutschland über Jahrzehnte maßgeblich geprägt hat.
Prof. Fegert (geb. 1956 in Heilbronn) ist seit 2001 Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum...

Cannabis-Evaluation: Fachgesellschaften widersprechen positiver Bewertung
Expertinnen und Experten aus Suchtforschung, Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie warnen: Der zweite EKOCAN-Zwischenbericht zeichnet ein zu positives Bild der Teillegalisierung. Riskante Entwicklungen wie die Zunahme problematischer Konsummuster werden nicht klar genug benannt. In einer gemeinsamen Stellungnahme fassen die drei medizinischen Fachgesellschaften DGPPN, DG-Sucht und DGKJP ihre Schlussfolgerungen aus den Daten zusammen und machen zudem deutlich, welchen Anforderungen eine evidenzbasierte Bewertung der Legalisierungs- bzw. Teillegalisierungspolitik gerecht werden muss.
Der...

Depression bei Kindern und Jugendlichen: Neue Empfehlungen für die Behandlung
Aktualisierte S3-Leitlinie setzt unter anderem auf altersgerechte Therapien und stärkere Beteiligung von Betroffenen
Altersgerechte Therapien, Psychotherapie vor Medikamenten, mehr ergänzende Angebote sowie eine stärkere Beteiligung von Kindern und Eltern – das sind zentrale Punkte der aktualisierten S3-Leitlinie „Behandlung depressiver Störungen bei Kindern und Jugendlichen“. Sie bündelt den aktuellen Stand der Forschung, gibt konkrete Empfehlungen für die Praxis und verbessert damit die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Depressionen....

Nutzung digitaler Medien und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
Stellungnahme der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft und Verbänden der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie„Chancen und Risiken bei der Nutzung digitaler Medien durch Kinder und Jugendliche hängen von ihrem Alter und ihrem Entwicklungsstand ab. Das gilt auch und gerade im Hinblick auf ihre psychische Gesundheit. Bei möglichen Regulierungen der Mediennutzung ist daher entscheidend, genau hinzusehen.“, so Prof. Dr. med. Michael Kölch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP), und weiter:...

Erste S2k-Leitlinie zur Prävention von freiheitsentziehenden Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen publiziert
Die erste S2k-Leitlinie zur Prävention, Durchführung und Nachsorge von freiheitsentziehenden Unterbringungen und Maßnahmen in Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie wurde am 12.12.2025 veröffentlicht. Die Leitlinie wurde von der BAG der Leitenden Klinikärztinnen und -ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BAG-KJPP), der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) und dem Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland (BKJPP)...

Neue S3-Leitlinie: Evidenzbasierte Hilfe bei cannabisbezogenen Störungen
Cannabis birgt insbesondere bei regelmäßigem und übermäßigem Konsum erhebliche gesundheitliche Risiken: Cannabisbezogene Störungen – darunter Missbrauch, Abhängigkeit und Entzugssyndrome – treten häufiger auf als gemeinhin vermutet wird. Eine neue S3-Leitlinie bündelt nun erstmals evidenzbasierte Empfehlungen für Diagnostik, Therapie und Versorgung von Jugendlichen und Erwachsenen mit cannabisbezogenen Störungen.
Cannabis ist nach Alkohol und Tabak die weltweit am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz. In der deutschen ambulanten und stationären Suchthilfe ist Cannabis,...

Stärkung der mentalen Ressourcen von Kindern und Jugendlichen: Forschung und Prävention zur Bewältigung psychischer Belastungen
Die aktuellen Ergebnisse der COPSY-Studie (Child Outcomes in PSYchology) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigen erneut, dass die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen immer noch schlechter ist als vor der Corona-Pandemie: Ein Fünftel hat psychische Belastungen und berichtet von eingeschränkter Lebensqualität.
Die Studie zeigt aber auch: Nicht jedes Kind mit psychischen Belastungen muss behandelt werden. Viele junge Menschen verfügen über persönliche Ressourcen und haben starke Bewältigungsstrategien entwickelt. Diese gilt es zu fördern – gezielt und so...