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Verleihung der Dr. Heinrich-Hoffmann-Medaille

Frau Bundesministerin a.D. Dr. Christine Bergmann wird beim XXXIV. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Donnerstag, den 5. März 2015 mit der Heinrich-Hoffmann-Medaille ausgezeichnet.

Heinrich Hoffmann Medaille Dr. Christine Bergmann Laudator Prof. Dr. Fegert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr geehrte Frau Bundesministerin a.D. Dr. Bergmann,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Für viele ist Dr. Heinrich-Hoffmann (geb. 13. Juni 1809, gest. 20. September 1894) nur der Autor des Struwwelpeters, für manche deshalb sogar verdächtig der Patron der „schwarzen Pädagogik“ zu sein. Nun soll dieser nach ihm benannte Preis an die deutsche Politikerin verliehen werden, die als Bundesfamilienministerin den jahrzehntelangen Forderungen des Bundesverfassungsgerichts folgend, endlich um die Jahrtausendwende das ursprüngliche väterliche Züchtigungsrecht im BGB abgeschafft hat und die gewaltfreie Erziehung eingeführt hat?
Das wenigstens könnte als zeitgemäße Pointe verstanden werden.

Die tatsächlichen Schwierigkeiten mit dieser Medaille liegen in der Nachkriegsgeschichte der Kinder- und Jugendpsychiatrie, denn die Dr. Heinrich-Hoffmann-Medaille wurde von der Deutschen Vereinigung für Kinder- und Jugendpsychiatrie anlässlich der Vollendung des 70. Lebensjahrs von Werner Villinger 1957 gestiftet. Nach Holtkamp (2002) war Villinger ein Befürworter des sog. Programmes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses, seine Beteiligung an der Aktion T4 ist belegt. 

Der Vorstand und die Mitgliederversammlung der DGKJP haben sich 2007 mit der Entstehungsproblematik der Medaille befasst. Wörtlich heißt es in den Beschlüssen: „Wir wissen heute, dass Werner Villinger im Kindereuthanasieprogramm des Nationalsozialismus beteiligt war. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie verurteilt das Verhalten Werner Villingers auf das Schärfste und distanziert sich von der Person Villingers.“

Im Anschluss an diesen distanzierenden Vorstandsbeschluss wurden neue Statuten für die Vergabe der Medaille verabschiedet und nach diesen neuen Statuten als erste Person Prof. Dr. Andreas Warnke aus Würzburg geehrt. Er regte an die Medaille erneut zu vergeben und als Präsident der DGKJP schlug ich dem Vorstand vor Dr. Christine Bergmann zu ehren, was der Vorstand sofort einstimmig beschlossen hat.

Da ich weiß, dass Du liebe Christine Bergmann, als „sächsische Preußin“ eine Frau der Tat bist und lange Lobeshymnen nur schwer erträgst, habe ich mir überlegt Dir zu Ehren in den Werken Heinrich Hoffmanns zu stöbern. So möchte ich Dir und den Zuhörern deutlich machen, warum dieser vielfältig aktive und sozial engagierte Arzt, gerade wegen seines politischen und bürgerschaftlichen Engagements aber auch wegen seines Humors und seiner Beharrlichkeit gut als Namensgeber für diese Dir zuerkannte Ehrung passt.

Denn Du, die von “Null auf Hundert“ nach der Wende Politikerin, Bürgermeisterin und Senatorin für Arbeit, Frauen und berufliche Bildung geworden warst, hast Dir übertragene Aufgaben in aller Vielfalt stets gründlich angepackt. Wolfgang Huber ehemaliger Bischof der Evangelischen Landeskirche Berlin Brandenburg hat dich einmal so charakterisiert; „Charmant und direkt stets zum Bohren dicker Bretter bereit…“ Als  Bundesfamilienministerin hast Du Gerhard Schröder der herablassend von „Familie und das andere Gedöns“ sprach und damit dem Amt und der Familienpolitik zunächst durchaus geschadet hat eines Besseren belehrt. Überraschend kleinmütig bekennt er heute; „Christine Bergmann mochte ich auf Anhieb. Das muss mit ihrer fröhlichen, zupackenden Art zu tun haben, die ansteckend ist. … Ihr Ressort habe ich damals leichtfertigerweise als „Gedöns“ bezeichnet. Ich habe gelernt, auch dank der Arbeit von Christine, wie wichtig dieses politische Thema für die Zukunft unserer Gesellschaft ist.“

Heinrich-Hoffmann war ein vielseitiger Arzt und politisch engagierter Bürger in Frankfurt, der seine Kinderbücher, die ihn bis heute weltbekannt gemacht haben für die eigenen Kinder und Enkel zeichnete und dichtete. Zunächst war er dabei von schnell hin gekritzelten Karikaturen ausgegangen, die er bei seinen Hausbesuchen als Arzt für Kinder malte, um diese vor der notwendigen Untersuchung zu entängstigen. Der Erfolg seines Struwwelpeters war auch für Heinrich Hoffmann ein Leben lang unerklärlich. Ursprünglich entstand das Buch im Jahr 1844 als Weihnachtsgeschenk für den Sohn Hoffmanns zum Zeitpunkt der Geburt einer kleinen Schwester. Verwundert kommentierte Hoffmanns Frau: „Das ist ja ein leeres Schreibheft.“ und er antwortete: „Jawohl, aber da will ich dem Jungen schon selbst ein Bilderbuch herstellen!“ „Das erste Original kam auf den Weihnachtstisch, mein Söhnchen hatte seine helle Freude daran“. In seinen Lebenserinnerungen beginnt Heinrich Hoffmann das Kapitel zum Struwwelpeter mit dem lateinischen Zitat: „habent sua fata libelli! Bücher haben ihre eigenen Schicksale und dies gelte in vollem Maße von dem „kleinen bunten Hefte“.

Heinrich Hoffmann veröffentlichte die erste Auflage des Struwwelpeters unter dem Pseudonym „Reimerich Kinderlieb“, in der zweiten Auflage „Heinrich Kinderlieb“ und ab erst ab der 5. Auflage bekannte er sich zu seiner Urheberschaft. Schon 1849 konnte er sein Gehalt etwas durch den Struwwelpeter aufbessern: „Das Gute habe ich wenigstens, dass meine Allodria mir noch Geld eingetragen, ca. 6 – 800 f (Gulden) jährlich … Mein Vergnügen trägt mir gewissermaßen Zinsen und neues Vergnügen“. Die hundertste Auflage erschien 1876, die Zweihundertste 1896, die Dreihundertste 1908, 1920 die Vierhundertste, mit Ablauf der Schutzfrist 1925 wird die Verbreitung unübersichtlich. Der Struwwelpeter ist das weltweit verbreitetste Kinderbuch und in fast alle Sprachen der Erde übersetzt. Zahllos sind die Parodien und Kontrafakturen, auch diese Entwicklung begann schon im 19. Jahrhundert.

Hoffmann selbst hatte eine, wie er es nennt „sehr stille und einsame“ Kindheit. Seine leibliche Mutter starb früh und sein Vater, ein Architekt, machte von der Möglichkeit in dem von ihm konzipierten Neubauten, jeweils günstig zu wohnen, rege Gebrauch, so dass Heinrich-Hoffmann in den ersten 10 Lebensjahren von 7 Wohnungswechseln zu berichten weiß. So war es sicher schwierig Freundschaften zu pflegen. Über seine Schulzeit merkt er selbstkritisch an, er sei ein „recht fauler und zerstreuter Schüler“ gewesen. Seine Lebenserinnerungen geben einen Einblick in die Kindheit des Stiefkindes. „Nachdem mein Vater nach dem Tode meiner Mutter etwa drei Jahre als Witwer gelebt hatte, gab er mir in meiner Mutter Schwester, Antoinette Lausberg, eine Stiefmutter. Ich segne in dankbarem Herzen das Andenken dieser trefflichen Frau, bei der ich nie dem Gedanken Raum geben konnte, dass sie nicht meine rechte Mutter sei die mich so treu liebte, hegte und pflegte … Diese meine Mutter war die Liebe selbst. Als ich ein 10 – 11-jähriger Bub war, hatte sie mir einmal eine wohlverdiente Ohrfeige gegeben, das aber grämte sie noch ´jahrelang und als ich 20 oder mehr Jahre alt war, sprach sie oft noch mit Reue und Bedauern davon sich mit ihrem damaligen Zustand entschuldigend (sie war damals guter Hoffnung)…“

Zwischen Schulabgang im Herbst 1828 und der Aufnahme des Medizinstudiums in Heidelberg im Sommersemester 1829 hörte Heinrich-Hoffmann in den Studienkursen an der Doktor Senckenbergischen Stiftung propädeutische Vorlesungen. Im Sommersemester 1832 wechselte er zur Promotion nach Halle. Während schon in Heidelberg seine größten Sorgen während des Studiums Geldsorgen waren, musste er sich für die Promotion einen Leihanzug beschaffen und konnte einmal nicht antreten weil der Vater die nötige Gebühr ihm nicht rechtzeitig zukommen lassen konnte. Schließlich freute er sich am 10. August über die bestandene Promotionsprüfung und charakterisierte diese mit der ihm eigenen Ironie als einen „feierlich lächerlicher Aktus, der für uns zwar sehr wichtig doch einigermaßen zopfig“ gewesen sei. Nach der Promotion erhielt er ein Stipendium in Höhe von 500 Gulden für einen einjährigen Ausbildungsaufenthalt in Paris „Paris aber machte auf mich, der an kleine Verhältnisse – Frankfurt, Heidelberg, Halle – gewöhnt war, einen mächtigen Eindruck“.

„Im Sommer 1834 hatten meine ärztlichen Freunde in Frankfurt die Armenklinik gegründet, in welcher eine Stelle für mich offengelassen wurde“. Dieses Projekt einer sozialen Gemeinschaftspraxis und Klinik, einer Stiftung von 6 jungen Ärzten verfolgte das Ziel einer Demokratisierung der Aufnahmebedingungen für Patienten durch die Gleichstellung der Land- und Stadtbevölkerung sowie die Negierung religiöser und gesellschaftlicher Schranken. Im Management gab sich die Stiftung eine demokratische Verfassung in einem Verein mit Vorstand. Die Vorstandsmitglieder waren in „Beziehungen auf Befugnis und Verpflichtungen vollkommen gleich und coordiniert“. Erst 10 Jahre später schied Heinrich Hoffmann aus diesem Verein aus, als er zum Leiter der Senckenbergschen Anatomie berufen wurde.

Ehrenamtlich wirkte er in der Frankfurter Ärzteschaft und für die Naturforscher. Am 3. Juni 1845 stellte er den Antrag, für die Zukunft deren wissenschaftlichen Zusammenkünfte von den geselligen zu trennen, und für die ersteren eine viel häufigere, regelmäßige Wiederkehr, eine andere Tagesstunde und ein anderes Lokal in Aussicht zu nehmen, kurz einen „ärztlichen Verein“ mit 14-tägigen Sitzungen zu gründen.

Gleichzeitig engagierte er sich politisch: „In die Zeit zwischen Vorparlament und Parlament fällt auch die Gründung des Bürgervereins, auch eine meiner Vereinsgründungen. Ich schrieb etwa ein Duzend Briefe an Bekannte, Kaufleute, Gelehrte und Handwerker, Protestanten, Katholiken und Juden, in denen ich sie einlud, bei mir zusammen zu treffen um eine für die Stadt nicht unwichtige Angelegenheit zu besprechen“. Der Bürgerverein forderte Versammlungs-, Vereinigungs- und Pressefreiheit. Schnell kam es 1848 aber zu Flügelkämpfen „Es sollte … das Anprallen politischer Parteien verhütet und vieles im geselligen Verkehr und durch Vorlesungen und Belehrungen ausgeglichen werden. Das wurde nun freilich gar nicht erreicht“. Der Politiker Heinrich Hoffmann resignierte bald nach dem Vorparlament: „Es kam die Zeit des Parlaments, das Intrigenspiel begann. Die beste Zeit wurde mit doktrinären Debatten über die Volksrechte verbraucht, es wurde leeres Stroh gedroschen“. Dennoch beeindruckte ihn der Einzug in die Paulskirche: „Zeit eines jugendlichen Rausches: Der Einzug in die Paulskirche, der Schmuck der Straßen, die friedlich begeisterte Menge, die engstem Drängen sich jubelnd durch die Straßen bewegte“

Über seine Entscheidung mit 42 Jahren sich um die Nachfolge von Johann Conrad Varrentrapp, als Arzt an der Irrenanstalt zu bewerben schreibt er: „Das Jahr 1851 war das Bedeutungsvollste in dieser Zeit meines Lebens für mich und brachte mich endlich auf den Weg, den ich einer 37-jährigen pflichtgetreuen Ausdauer verfolgen sollte. Die Stelle des Arztes an der Irrenanstalt wurde definitiv frei und sollte neu besetzt werden“. „Ich hatte die Anstalt noch nie betreten, noch nie eine Irrenanstalt besucht aber ich glaube, dass ich an die rechte Stelle kam.“

Er nutzte seine Urlaube für „Belehrungsreisen“ mit Besuch von Krankenhäusern und Irrenanstalten: „Mein von mir ausbedungenen alljährlichen 4-wöchigen Urlaub, musste ich in diesem wie auch in den folgenden Jahren zu Berufsreisen und Besuchen bestehender Irrenanstalten in Deutschland und Österreich verwenden“. Schließlich tritt Hoffmann an das städtische Pflegeamt heran und fordert die Missstände zu beseitigen: „Wir sehen in unserer Stadt für Hilfsbedürftige fast aller Art zweckmäßige Anstalten in zum Teil fast prachtvollen Bauten … nur eine Anstalt hat mit diesem allseitigen Fortbilden nicht ebenmäßigen Schritt halten können. Es ist unsere Anstalt für Irre und Epileptische“. Er gründete eine Stiftung sammelt lange Geld und hat über viele Jahre für eine, nach damaligen Gesichtspunkten, moderne, humane Psychiatrie gekämpft. „Ich sprach mit jedermann von nichts anderem als von meinem Plan, und ich glaube, man ging mir oft geflissentlich aus dem Wege. Aber das half nichts; ich dachte, die Leute müssen merken, dass nichts anderes helfe, als dass man mir hülfe.“

Beim Aufbau des Krankenhauses in den späten 50-ger Jahren des 19. Jahrhunderts (1856) formulierte Hoffmann: „Bei allen Einrichtungen in Irrenanstalten muss es Gesetz sein, solche zu wählen, welche bei möglichster Zweckmäßigkeit die Mildesten sind, am wenigstens das Zartgefühl der Kranken verletzen …“. Schließlich enthielt die von ihm aufgebaute Klinik auch eine erste Kinderstation. Heinrich Hoffmann war ein politischer Arzt, aber auch ein Musikliebhaber, Schriftsteller und Poet der bis ins hohe Alter ernste und satirische Schriften verfasst hat.

Die nach Dr. Heinrich Hoffmann benannte Medaille, die satzungsgemäß auf den Tagungen der Fachgesellschaft für Verdienste im Einsatz für Kinder verliehen wird, ehrt das Engagement von Frau Dr. Bergmann in ihren diversen Ämtern und ehrenamtlichen Funktionen. Insbesondere hat sie als Bundesfamilienministerin durch die Einführung der gewaltfreien Erziehung in das Bürgerliche Gesetzbuch und die lange vom Bundesverfassungsgericht angemahnte endgültige Abschaffung des väterlichen Züchtigungsrechts nicht nur symbolisch für Familien deutlich gemacht, dass Erziehung nicht mit Gewalt geschehen kann, sondern diese Maßnahme hat tatsächliche Körperstrafen real in den Jahren nach der Jahrtausendwende in Deutschland deutlich reduziert. Die Einstellung junger Eltern, das Erziehungsklima, hat sich dadurch geändert.

In ihrer Zeit als Bundesfamilienministerin, aber auch schon vorher als Berliner Senatorin und Berliner Bürgermeisterin hat sie sich mit Nachdruck um das Thema häusliche Gewalt gekümmert und sich für bessere Angebote für Kinder mit Behinderung, für sexuell missbrauchte Kinder und Flüchtlingskinder, um nur einige Gruppen zu nennen, eingesetzt. 2010 wurde sie von der Bundesregierung zur ersten Unabhängigen Beauftragten sexueller Kindesmissbrauch ernannt und sie hat durch ihr Engagement wesentlich dazu beigetragen, die politische Debatte, aber auch den öffentlichen Diskurs über notwendige Hilfen für sexuell missbrauchte Kinder und erwachsene Betroffene zu verändern.

Durch ihre Anregungen am Runden Tisch entstanden große Forschungsförderlinien, in denen sich verschiedene Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeuten beteiligen, um die Versorgung misshandelter und missbrauchter Kinder zu verbessern und die Folgen früher Traumatisierung sowie die Entstehung interpersoneller Gewalt besser zu verstehen. Insofern hat sie auch der wissenschaftlichen Entwicklung in unserem Fach nachhaltige Anstöße gegeben.
Dr. Christine Bergmann ist ehrenamtlich stark engagiert. Aus der Vielzahl ihrer Verpflichtungen ragt ihr Engagement innerhalb der evangelischen Kirche in Deutschland heraus. Direkten Bezug zum Kongressthema „Veränderte Gesellschaft – Veränderte Familien“ hat das neue Familienbild der EKD, welches sie als Vorsitzende der Arbeitsgruppe wesentlich mit beeinflusst hat. Geleitet von der Vorstellung, dass nicht so sehr die gelebte Form von Familie als die Beziehungsqualität in Familie für das Aufwachsen von Kindern relevant ist, ist sie hier auch der innerkirchlichen Debatte um eine tolerantere Sicht auf gelebte, familiale Realitäten, nicht aus dem Weg gegangen.
Persönlich hat sie den Vorstand der DGKJP bei unserem Kamingespräch mit Betroffenen, die in der Nachkriegszeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie vernachlässigt, misshandelt und missbraucht wurden, unterstützt. Sie leitet den Beirat des Forschungsprojekts zur Gründungsgeschichte unseres Fachs in der Zeit des Nationalsozialismus und zur Nachkriegsgeschichte.
Was mich persönlich bei Dir, liebe Christine, immer beeindruckt hat und was mich auch in den Lebenserinnerungen Heinrich Hoffmanns angesprochen hat, ist eine positive Grundhaltung. Heinrich Hoffmann hat einmal sinngemäß davon gesprochen, dass wenn der Arzt das Krankenzimmer betrete, nicht die Krankheit eintreten dürfe, sondern die Sonne der Hoffnung aufgehen müsse. Ich habe Dich in den letzten Jahren bei zahlreichen Gesprächen mit Betroffenen erleben dürfen und was für mich am beeindruckendsten war, war die zupackende Grundhaltung und die Kraft und bisweilen auch Fröhlichkeit die Du auch in schwierigen Gesprächen stets vermittelt hast, trotz aller belastenden Inhalte, um die es ging. Im Namen des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie überreiche ich Dir die Dr. Heinrich-Hoffmann-Medaille und freue mich auf Deine Ansprache.

(Vortragsmanuskript: Es gilt das gesprochene Wort)

(Laudator: Prof. Dr. Jörg M. Fegert)

 

Download:

Laudatio zur Verleihung der Dr. Heinrich-Hoffmann-Medaille an Frau Bundesministerin a.D. Dr. Christine Bergmann